Mit 0:1(0:1) schieden Altmünsters Fußballerinnen am Samstagnachmittag im Traunstein Stadion gegen den Zweitligisten Union Wolfern im Semifinale äußerst knapp aus dem o.ö. Ladiescup aus.
Die Gäste starteten überfallsartig und gingen schon in der 9. Minute durch die Ex-ÖFB-Internationale Cornelia Just mit 1:0 in Führung. Die Gastgeberinnen wurden mit „Powerplay“ in ihrer Hälfte eingeschnürt, allerdings führten die Angriffswellen zu keinen weiteren Verlusttoren. Nach dieser anfänglichen Abwehrschlacht legten die jungen Altmünsterinnen aber den Respekt vor dem „doppelt“ höher klassigen Gegner ab und starteten die ersten Angriffe. „Solospitze“ Marina Strübler hatte in der 25. Minute großes Pech, als sie allein vor Torhüterin Huemer ganz knapp am Tor vorbeizielte. Bis zum Pausenpfiff des ausgezeichneten Schiedsrichters Ferdinand Mittendorfer änderte sich nichts am Spielstand.
Nach dem Seitenwechsel landete in der 50. Minute ein Kopfball nur an der Latte des Altmünsterer Tores, aber anschließend drängten die Heimischen auf den Ausgleich. Union Wolfern fiel konditionell zurück und Altmünster konnte aus einem Gestocher in der 78. Minute die Kugel nicht zum Ausgleich im Tor unterbringen. In der 82. Minute verhinderte die famose FCA-Torhüterin Sarah Jocher das fast „sichere“ 0:2, indem sie gegen Carina Kaltenböck in extremis rettete. Altmünsters Schlussoffensive brachte kein Tor ein. Mit ihrer tollen Leistung gegen den favorisierten Zweitligisten „kratzten“ die „Göschlberger- Schützlinge“ sogar an der Sensation, bewiesen aber immerhin, dass ihre Leistungen und ihre Platzierung in der Frauen-Landesliga kein Zufall sind und dort auch noch „Luft nach oben“ vorhanden ist.
Wolferns siegreicher Neo-Trainer Fran Dorfer nach dem Spiel: „Ich persönlich habe trotz des formellen 2‑Ligen-Unterschiedes den FC Altmünster in dieser Stärke und Gefährlichkeit erwartet. Wir haben den Fehler begangen, nicht so wie in den ersten 10, 15 Minute weiterzuspielen und haben dadurch die Gegnerinnen stark gemacht. Im Ladies- Cup sind immer wieder so „knappe“ Partien zu erwarten“.
Altmünster Trainer Peter Göschlberger hatte vor dem Match eher ein „lehrreiches“ Spiel mit mehr Toren für seine junge Elf erwartet, nach dem Schlusspfiff konnte er mit der Top-Leistung seiner Schützlinge zufrieden sein: „ In der 2. Spielhälfte haben wir sehr stark Paroli geboten, z.B. hat Sarah Jocher sensationell das 0:2 verhindert. Aber es wäre unfair, nur unsere Torhüterin zu loben, jede einzelne Spielerin von uns ist heute über sich hinausgewachsen und über ihre Leistungsgrenze gegangen, ich bin sehr stolz auf dieses Team!“
Ein Wolfern-Fan resümierte beim Abgang mit folgendem Kompliment: „ Es war sehenswert, was die Altmünsterer Mädels mit dieser jungen Garde heute hier geboten haben, wenn ihr noch eine (zusätzliche) Vollstreckerin bekommt, ist für Euch noch vieles möglich!“
Fotos: H. Pichler