Mit Gerlinde Kaltenbrunner an der Spitze wurden 14.000 Euro für ein Hilfsprojekt in Nepal gesammelt
160 Weitwanderer machten sich am 16. September 2017 von Bad Goisern auf den Weg zu einer 24 Stunden Charity-Wanderung. Sie unterstützten mit ihrer Teilnahme das Hilfsprojekt „girls first“ in Nepal und lernten auf herausfordernde Weise ein Stück des neuen BergeSeenTrails im Salzkammergut kennen. „Mit so vielen gleichgesinnten Menschen 24 Stunden zu wandern ist einfach überwältigend. Es ist ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl spürbar.“ sagt die Profibergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner, die diese Initiative auch in den vergangenen Jahren begleitete.

Ein Tag und eine Nacht wandern
Die 66 Kilometer lange Route führte auf einer abwechslungsreichen Strecke (mit in Summe 2.900 Höhenmetern) – mit alpinen Anstiegen, saftigen Almböden und vielen lohnenden Pausenplätzen – ins Herz des Salzkammergutes, in die Welterbe Region Dachstein-Salzkammergut. Ausgehend von Bad Goisern wanderten die Teilnehmer über die Goiserer Hütte nach Gosau und über die Rossalm weiter nach Hallstatt. Von dort ging es in der Nachtetappe am Sole-Leitungsweg über St. Agatha weiter Richtung Predigstuhl und über die Ewige Wand zurück nach Bad Goisern. Nur wenige stiegen vorzeitig aus, 150 Wanderer erreichten 24 Stunden später gesund und (mehr oder weniger) munter den Ausgangspunkt. Viele gingen an ihre persönlichen Grenzen, kamen müde – und gleichzeitig mental gestärkt ans Ziel, freuten sich über die persönliche Leistung und die gemeinsame Erfahrung. „Es sind die guten Gespräche, die dich aufmuntern und zum Durchhalten bewegen.“ meinte eine Mitgeherin.

Jeder Schritt hilft
14.000 Euro können durch die Teilnahmegebühren nun für ein Hilfsprojekt in Nepal zur Verfügung gestellt werden: In der von den schweren Erdbeben 2015 besonders betroffenen Region Tandrang wurde mit Hilfe der 24 Stunden Wanderung in den vergangenen beiden Jahren der Bau von Dorfschulen unterstützt. Mit den diesjährigen Spendengeldern erhalten Mädchen und Frauen in der Region die Möglichkeit zur Ausbildung. „Damit können wir nachhaltig helfen, in einer der ärmsten Regionen der Welt Kinder und Jugendliche aus dem Armutskreislauf zu holen und vor allem kleinen Mädchen und jungen Frauen einen neuen Stellenwert in der Gesellschaft zu vermitteln.“ ist Michaela Dattinger, die diese Wanderung mit Sylvia Prunthaller und Elisabeth Kierner ehrenamtlich initiiert hat, überzeugt.
Die touristischen Organisationen, Gemeinden sowie zahlreiche Unternehmen in der Region unterstützten diese Veranstaltung und ermöglichten den Wanderern u.a. die kulinarische Verpflegung entlang der Strecke.
Fotos: Daniel Hinterramskogler