Bei Renovierungsarbeiten in der „Dörflkirche“ waren im Jahr 1978 in einem morschen Sakristeikasten drei vergoldete Kupferplatten und später noch ein viertes Stück mit insgesamt zehn Reliefplatten gefunden worden. Beinahe von Bauarbeitern als „altes Klumpert“ entsorgt, stellten sich die Funde später als kunsthistorische Sensation heraus. Als Repliken wurden sie nun im Heimathaus für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Dass es sich bei den Fundstücken um etwas Besonderes handeln musste, war dem damaligen Stadtpfarrer Dr. Franz Leitner gleich klar. Lange war sich die Fachwelt jedoch nicht einig, wo und wie die Platten einzuordnen seien. Schließlich konnten sie als langobardische Kunstwerke, Zeichen frühchristlichen Glaubens, aus dem 8. Jahrhundert identifiziert werden.
Der Hartnäckigkeit von Vöcklabrucks „Stadthistoriker“ DDDr. Franz Satzinger, der Kunstfertigkeit von Metallrestauratorin Mag. Elisabeth Krebs und der Großzügigkeit der Stadtgemeinde Vöcklabruck ist es zu verdanken, dass die Kunstschätze nun allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zugänglich sind: Originalgetreue Reproduktionen sind ab sofort in einer eigenen Vitrine im Heimathaus in der Hinterstadt ausgestellt, und zwar im 1. Stock.
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