Die Wogen im sozialen Netzwerk facebook gehen seit gestern Abend hoch. Schuld ist ein Posting eines Gmundner Nachtlokals. Die Veranstalter luden zu “CORONA CLOSING NIGHT & Weltuntergangsbier”.
Auch der Gmundner Bürgermeister Krapf hat eine Stellungnahme dazu abgegeben. Dazu postete das Stadtoberhaupt am Sonntag via facebook:
“Als Gmundner Bürgermeister, der vor allem in schweren Zeiten wie diesen Verantwortung zu tragen hat, fühle ich mich verpflichtet, zum gestrigen Posting eines Gmundner Lokales eine KLARE, UNMISSVERSTÄNDLICHE STELLUNGNAHME abzugeben. Ich bin mir natürlich dessen bewusst, dass mich manche dafür kritisieren werden, doch möchte ich Rückgrat zeigen.”
“Verhöhnung und erschreckende Verantwortungslosigkeit!”
“In der aktuellen Situation, die Kanzler Sebastian Kurz als die „schwierigste seit dem Zweiten Weltkrieg“ bezeichnet, wo zur Vermeidung von sozialen Kontakten aufgerufen wird, wo im Nachbarland Italien Menschen sterben, wo wir unsere älteren Landsleute schützen müssen und wollen, wo in Gmunden Sportstätten, Turnsäle, die Bücherei, das Museum etc. geschlossen werden, zu einer „Corona Closing Night“ mit Spezialpreisen für Bier und Tequila einzuladen und dazu aufzufordern, ein „Weltuntergangsbier zu genießen“, ist Verhöhnung und erschreckende Verantwortungslosigkeit.
Das gehört als Bürgermeister gesagt und soll nicht verschwiegen und unter den Tisch gekehrt werden. Ich bitte inständig um mehr Verantwortungsbewusstsein!”, gab Krapf Sonntagvormittag zu verstehen. Das Posting wurde mittlerweile vom Veranstalter gelöscht!

“War nie unsere Absicht, die aktuelle Situation herunterzuspielen!”
“Sonntagmittag hat sich in der Causa auch der Veranstalter zu Wort gemeldet: “Liebe Gäste des Blauen Affen, liebe Gmundnerinnen und Gmundner, lieber Herr Stefan Krapf! Bezugnehmend auf unser polarisierendes Posting möchten wir klarstellen, dass es nie unsere Absicht war die aktuelle Situation herunterzuspielen.
Unter dem Hashtag #einbisschenspaßmusssein wollten wir über unser Schließen informieren und die schwere Zeit, die auf uns alle zukommt, etwas auflockern. Dass wir damit über das Ziel hinausgeschossen sind tut uns leid und wir möchten uns dafür in aller Form entschuldigen.
Wir nehmen unsere Verantwortung den Gästen und dem Personal gegenüber wahr, und schließen ab sofort bis auf weiteres unsere Türen.
Wir wünschen euch alles, alles Gute und hoffen euch bald wieder begrüßen zu dürfen!”, hieß es am Sonntag auf der Facebookseite des Veranstalters
Der Hr. Bürgermeister hat richtig reagiert und laut seinen Aussagen Rückgrat gezeigt. Bravo!! Das find ich wirklich gut.
Schön wäre aber auch, wenn er auch in einem anderen Fall Rückgrat zeigen würde.
Nicht nur in einem, sondern mehrere, weiteres erspare ich mir!??
…ob die Gier an solch unübertreffbar verantwortungslosem Verhalten seinen Beweggrund findet?
Bgm. Krapf habe ich bisher nicht als mein Idol auserkoren. Das mag hauptsächlich an seinen Versprechungen bzgl. der Übergangsschließungen nach Pinsdorf liegen, die dann (nach der Wahl) kein Thema mehr waren. Schande über sein Haupt und seit damals bin ich absolut kein Krapf-Wähler oder Fan und halte ihn für einen unsäglichen Opportunisten, der sich nur in seiner eingeschworenen Kamarilla halten und agieren kann. Dennoch muss ich ihm Respekt für seine Aussage bzgl. der geplanten und lächerlichen Veranstaltung des merkwürdigen Lokals “Blauer Affe” zollen. Weiter so Herr Krapf!
VIEL ZU VIEL INFO
rudi froscher halten sie ihr postings kürzer, ihre sind ja länger als der artikel selber.
niemand liest sowas.…
danke, für Ihren sehr berechtigten Hinweis. manchmal schreibe ich wirklich einen Stuss zusammen, wie Behördenvertreter, die manchmal weit vom Thema der Entscheidung abkommen und überall Redundanz produzieren, wobei ihre Unterschrift und JA oder Nein eigentlich die wesentlichste Aussage ist.
Und weil es um Gesundheit geht noch folgende Beobachtung: Gute und gut gelegene Hausarztpraxen sind generell sehr überlaufen.
Nun sind da viele im Warteraum und hoffen, sich nicht von Anderen anzustecken. Auch viele Menschen mit allen möglichen akuten Krankheiten warten dann, damit sie eine Bestätigung für das Fernbleiben am Arbeitsplatz bekommen.
Detto haben wir ja bei Menschen, die laufend Medikamente brauchen die Anweisungen von Seiten der Krankenversicherungen, wegen jedem Dauermedikament immer wieder neue Rezepte zu holen.….… Das heißt aber, das mitunter sowieso nicht so Gesunde auch hier manchmal locker 20 Minuten warten müssen mitten im überfüllten Warteraum, neben dem Stress bei Berufstätigen, überhaupt zur Öffnungszeit vorbeizukommen. Wieso man im EDV Zeitalter solche Zustände mit Zetteln und Vorort Genehmigungen braucht, darüber sollten sich die Gescheiten auch einmal REALISTISCH Gedanken machen. Vor Allem deshalb wäre das Dringend, weil eben unnötige Ansteckung dadurch verhindert wird.
Unsere Bürokratie, genauso natürlich wie die Kontrolle, die ist noch Jahrzehnte hinten. Aufgeblasen und Weltfremd. Ein sicheres Service schaut anders aus. Beim Thema Sicherheit wird aber umgekehrt vielleicht übertrieben, denn wer wird schon meinen, wenn er sich einen Führerschein holt, das er da durch eine Sicherheitsschleuse muss.
Ist schon Ok. Aber viel wichtiger wäre in diesem schönen Land, wenn sich Vertreter der ÖVP wirklich einmal Gedanken über die Sorgen so vieler Kleiner machen würde, nicht nur Alleinerzieher oder Ärmere, auch Kleinunternehmer, die aus dem letzten Loch pfeifen. Zudem wurde gerade auch in so wichtigen Bereichen, wie der Kindernachmittagsbetreuung eigentlich eingespart, anstatt wirklich längere Öffnungszeiten zu gewährleisten. Flexibilität schaut anders aus, und somit ist vielen notwendigerweise Doppelverdienern nur dann eine Kinderbetreuung möglich, wenn sie private organisieren können. Was noch blöder wird, sind die Arbeitslosen einerseits und die Mitarbeiter die wieder voll anreißen sollen, damit man wieder wertvolle Zeit aufholt. Dass man alles sehr einschränkt ist ja eh sehr vernünftig und begrüßeneswert. Aber generell auch kleiner Betriebe zuzusperren, dass ist überzogen. Es bleibt zu hoffen, das es eine eher normale Grippe sein wird und wie gekommen wieder zurückgeht. Man sollte überhaupt aus der Krise heraus umdenken und auch das Sozialsystem viel praktikabler gestalten, wirklich treffsicher, nicht auf Wohltäter angewiesen. Wenn man nämlich umgekehrt über Ausgaben nachdenkt, wie die Tram und die irren Kosten, da ist genauso der Fehler passiert, dass Unsummen in ein Projekt und in Stadterneuerung geflossen sind, die natürlich wieder von den Kleinen hereingebracht werden wollen. Man hat aber bis heute kein Konzept, wenigstens die Tram umwelt Vorteilhaft zu nutzen. Das mag Derzeit ja positiv sein, aber nicht im Sinne des Erfinders. Also bitte, darüber und über die Verwerfung zwischen Arm und Reich, zwischen sicheren Arbeitsplätzen und im Extremfall Leasing, und genauso über einen Mangel an Fach Ärzten in einem finanziell Super ausgestatteten Gesundheitssystem, darüber lohnt es sich zu diskutieren. Weil das ist kein Witz, sonder betrifft halt doch Viele. Und da fehlt mir dann doch manchmal der Plan nicht erkennbar hervorzutreten. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Virus, sondern um handhabbare Politik und Lohngerechtigkeit. Und was Öffis betrifft, da müsstet ihr mit den Grünen schon lange die Einzelkarten Hochpreishürde beseitigen, weil sonst wird das nichts mehr vernünftiges. Es gilt für Alle die Unschuldsvermutung.